Waren die ersten Leingangs  “ Leinpfadgänger“ ?

In der Zeit, als die Menschen nach Berufen oder Eigenschaften benannt wurden ,gab es Leute, die entlang von Flüssen mit ihren Pferdegespannen oder durch Ihre Muskelkraft die Schiffe an langen Leinen vom Ufer aus stromaufwärts zogen.Diese Tätigkeit nannte man “ Treideln „. Auf der Seite “Treideln” finden Sie mehr Bilder und Informationen darüber.
Die Treidelwege, entlang der Fluß-Ufer hießen “ Leinpfad “ und noch vor Jahren existierten diese teilweise noch in unserem Raum entlang des Rheins z.B. bei Leimersheim. Inzwischen heißen sie Wasserwirtschafts-Wege und dienen heute zur Überwachung des Rheinufers. Hierzu das folgende Bild, dessen Original im Museum der Stadt Wien/Österreich hängt. So malte ein zeitgenössischer Maler das Treideln mit Pferdegespannen:LEINZUG3

Die Leute, die diese Tätigkeit ausübten, also mit ihren Pferdegespannen oder per eigener Muskelkraft zum Treideln auf dem Leinpfad gingen, könnten die “ Lein (-pfad-) gänger“ gewesen sein, woraus sich dann möglicherweise der Name “ Leingang “ entwickelt haben könnte. Dies würde auch z.B. erklären, wieso gerade hier, in der Region Bellheim, Rülzheim, Leimersheim, Hördt, Kuhardt, seit Generationen eine Menge “Leingänger “ ansässig sind. Ein ehemaliger Pädagoge aus unserer Region hat mich auf diesen Gedanken gebracht.  Er hat sich hobbymäßig mit Onomastik, also Namenskunde beschäftigt und mir erklärt, daß nach seiner Meinung die Häufung unseres Familiennamens hier entlang des Rheins, südlich von Speyer,  darauf hindeuten würde, daß unsere Vorfahren und Namensgeber sogenannte LEINPFADGÄNGER  gewesen sein könnten.



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